Pressemitteilung nach der Wahl
5 700 Frauen und Männer in Kirchenvorstände gewähltKiel (nr/tk). Begleitet von festlichen Gottesdiensten, Basaren und Konzerten haben die 595 Gemeinden der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche am 1. Advent ihre Kirchenvorstände neu gewählt. Insgesamt machten in Hamburg und Schleswig-Holstein etwa 220 000 Kirchenmitglieder von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 12 Prozent. Während in ländlichen Regionen häufig viele Menschen zur Wahl gingen, lag die Beteiligung in den Städten meist unter dem Durchschnitt. „Spitzenreiter“ in Schleswig-Holstein waren zwei Inselgemeinden: Hallig Hooge (66 Prozent) und List auf Sylt (41 Prozent). In Hamburg gab es die höchste Wahlbeteiligung in der Jerusalem-Gemeinde (41 Prozent), sehr hoch war die Wahlbeteiligung auch in Moorburg (39 Prozent). Bei der letzten Wahl 2002 hatte die Wahlbeteiligung Nordelbien bei 14 Prozent gelegen. Der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein und Vorsitzender der Kirchenleitung, Gerhard Ulrich, würdigte das hohe Engagement der 6 800 Kandidatinnen und Kandidaten, von denen am Ende rund 5 700 gewählt wurden. „Wir wünschen ihnen einen erfolgreichen Weg, auf dem Gottes Segen sie begleiten möge.“ Anders als bei politischen Wahlen polarisierten Kirchenwahlen weniger und mobilisierten daher auch weniger Wähler. „Natürlich ist es immer schön, wenn möglichst viele Menschen zur Wahl gehen. Aber wir können dennoch mit dem Gesamtergebnis zufrieden sein“, sagte Ulrich am Vormittag in Kiel. Zugleich hob der Bischof die Arbeit der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer hervor, die im gesamten Verlauf der Wahlkampagne einen hoch anzuerkennenden Dienst geleistet hätten. Maria Jepsen, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, bezeichnete die Kirchenwahlen und die demokratischen Strukturen als ein kostbares Gut der evangelischen Kirche. „Ich bin froh über die vielen tausend Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich an der Leitung unserer Gemeinden beteiligen. Ich wünsche allen, die in den kommenden sechs Jahren die Verantwortung tragen, eine glückliche Hand und Gottes Segen.“ Die neugewählten Kirchenvorstände werden sich in den kommenden Wochen konstituieren und Anfang 2009 in Gottesdiensten in ihr Amt eingeführt. Sie bestehen mindestens zu zwei Dritteln aus ehrenamtlichen Mitgliedern und sind verantwortlich für die Gestaltung des Gottesdienstes und des Gemeindelebens sowie für den Haushalt der Gemeinde, für das Personal und für die Bauunterhaltung. |




